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Der Ring des |
Nibelungen |
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Pünktlich
zum Richard-Wagner-Jubiläumsjahr präsentieren wir Ihnen einen
„Ring“ in praktikablem Format, als “humoristisches
Potpourri” für einen Schauspieler und drei Instrumentalisten. Was ist passiert? - Erfolgreiche Premiere, rauschende Premierenfeier und am nächsten Tag? Katzenjammer, Katerstimmung, fast das ganze Ensemble mit Fleischvergiftung danieder - Oh! Vermaledeite Drachenwurst! - Und nun? Nur drei vegetarische Instrumentalisten (haben nichts von der Wurst verspeist) und der arme Bühnenarbeiter (war zur Feier nicht eingeladen) sind heute im Theater. Was sollen sie tun? Das versammelte Publikum wieder nach Haus schicken? Nein! Das geht doch nicht! - Also wird der Ring halt aufgeführt. Zum ersten Mal verstehen wir Wagner richtig, halten uns strikt an seine Regieanweisungen (macht heute keiner mehr), haben mit zwei Stunden (anstatt vier Tagen) eine wirklich erträgliche Länge gefunden und servieren das Ganze auch noch mit Humor, dramatischen Gesangsmomenten und viel hintergründigem Theaterspektakel - Ein Ring für die Westentasche mit Armin Diedrichsen als Bü̈hnenarbeiter mit Durst und Stimme und dem trio brioso. Die amüsante Fassung richtet sich einerseits an Hörer, die mit diesem Opernwerk Richard Wagners gut vertraut sind und sich auch gern einmal über die (manchmal ungewollt) komischen Aspekt seiner Werke amüsieren, aber besonders freuen sich die Ausführenden über diejenigen Hörer, die bisher Richard Wagners Opern nichts abgewinnen konnten. Hier erleben sie einmal einen ganz anderen Wagner, und vielleicht kommen sie auf den Geschmack? |
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| Vom
ersten Prosa-Entwurf 1848 bis zur endgültigen Fertigstellung der
Komposition im Jahre 1874 vergingen 26 Jahre. Vom 13. - 17. August 1876
fand unter der Leitung von Hans Richter die Uraufführung des Gesamtwerkes
in Bayreuth statt. Ein solches Vorhaben, ein "Weltgedicht", das der "Welt
Anfang und Untergang" enthält, musste alles weit hinter sich lassen, was
das europäische Musiktheater bisher zustande zu bringen vermochte. Wie
eine Abwehr klingt Wagners Beteuerung, er habe bei der Konzeption niemals
an eine Aufführung gedacht, und auch seinen Freunden mutete er den Plan in
seinem ganzen Umfang zunächst nur zögernd und sehr vertraulich zu. Es war
sehr bald naheliegend für ein solches Werk auch ein eigenes, neues Theater
zu erfinden. Für den "gesunden Menschenverstand" war ein Unternehmen wie
dieses sowieso nichts anderes als Größenwahn.
Martin Karl-Wagner |
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Hartmut Bauer hatte sein erstes Engagement am Theater Augsburg und war dann als 1.Bassist am Bayerischen Landestheater Coburg. 1970 wurde er Nachfolger von Kurt Moll an den Wuppertaler Bühnen, die er 2004, nach 34 Jahren, als Ehrenmitglied verließ. Mit dem Repertoire von ca. 100 großen Fachpartien und Gastverträge an zahlreichen Opernhäusern im Inn- und Ausland kann er auf eine erfolgreiche Bühnenlaufbahn zurückblicken. 1973-1976 war er Solist bei den Bayreuther Festspielen, ein Höhepunkt seiner Tätigkeit war die Gastverpflichtung an die Königliche Oper in Brüssel für die Partie des Hans Sachs in Wagners Meistersingern. Seit ist Bauer 1990 Solist bei den Eutiner Festspielen und kommt seinen weiterhin umfangreichen Konzertverpflichtungen nach. |
Armin Diedrichsen arbeitete nach der Ausbildung zum Opernregisseur als Dramaturg, Ausstellungsmacher, Schauspieler und Kulturmanager, bevor er als Musikjournalist tätig wurde. Seit Beginn der 1970er Jahre pflegt er Kontakte zur Kulturszene Nordeuropas, was er kontinuierlich erweitern konnte. Grundätzlich liegt sein Schwerpunkt in interkultureller Arbeit und in der Vermittlung komplexer Inhalte für unterschiedlichste Publikumskreise. Als Darsteller des Ernst-Deutsch-Theaters und der opera stabile der Hamburgischen Staatsoper war Diedrichsen gleichzeitig Autor, Produzent und Interpret; als künstlerischer und organisatorischer Leiter des Internationalen Tanztheater-Festivals Hamburg und der Kulturfabrik Kampnagel war er überdies mit grenzüberschreitenden Projekten beschäftigt. Gemeinsam mit Jochem Wolff verfaßte er das mittlerweile viel besprochene Buch “Zwischentöne” (dtv/Bärenreiter), in dem die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts in 40 Episoden einprägsam, bunt und spannend dargestellt wird. Armin Diedrichsen realisiert mit unterschiedlichen Partnern, vor allem mit Jochem Wolff, musikalisch-literarische Programme, ist außerdem Rezitator, Rhetor und Moderator (NDR Kultur) und versteht sich im besten ‚altmodischen Sinne‘ als Kulturvermittler. |